EHC Chur meldet U14-Elit an – Strukturanpassung ab Saison 2025/26

EHC Chur möchte wieder ein U14-Elit-Team stellen

Die sportliche Leitung Nachwuchs des EHC Chur plant nächste Saison wieder eine U14-Elit zu stellen.

Der EHC Chur freut sich bekannt zu geben, dass die Nachwuchsabteilung in der kommenden Saison, nebst einer U14-A und U14-Top auch ein U14-Elit-Team stellen will. Mit dieser Entscheidung setzt der Verein einen wichtigen Schritt in der Nachwuchsförderung und unterstreicht sein Engagement für die sportliche Entwicklung junger Talente.

Die Elit-Stufe, die höchste Spielklasse im Schweizer Nachwuchseishockey, bietet jungen Spielerinnen und Spielern optimale Bedingungen, um ihre Fähigkeiten auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln. Diese Herausforderung ermöglicht den Kindern nicht nur sportliches Wachstum, sondern fördert auch wichtige persönliche Kompetenzen wie Teamgeist, Disziplin und Durchhaltevermögen.

Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus der Region, die sich für die Herausforderung der Elit-Stufe interessieren und ihre sportliche Entwicklung in der Kantonshauptstadt vorantreiben möchten, haben die Möglichkeit, Teil des U14-Elit-Teams des EHC Chur in der Saison 2025/26 zu werden.

Matthias Rehmann, Ausbildungschef

„Die Rückkehr in die U14-Elit-Stufe ist ein wichtiger Schritt für den EHC Chur und ein Signal an unsere Jugend, dass wir ihr Potenzial erkennen und fördern wollen. Wir sind stolz darauf, unseren Nachwuchs in ihrer sportlichen Karriere bestmöglich zu unterstützen“, erklärt Matthias Rehmann, Ausbildungschef beim EHC Chur. Rehmann weiter, „Sofern der SIHF uns anfangs 2025 grünes Licht gibt, bieten wir wieder alle drei Stufen in dieser Altersklasse an und können so jedes sportliche Niveau optimal fördern und abdecken.“

Nino Niederreiter, Vorstandsmitglied & Verwaltungsrat

„Dieser Schritt ist von grosser Bedeutung für den EHC Chur und die Förderung junger Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus der Region. Jedes hockeybegeisterte Kind sollte die Möglichkeit haben, dort zu trainieren und zu spielen, wo es die bestmögliche Unterstützung und Entwicklung erhält. Dabei ist es wichtig, nicht nur kantonal, sondern auch ausserkantonal zu denken. Der Fortschritt des Spielers sollte im Vordergrund stehen – unabhängig davon, in welchem Verein er erzielt wird, denn bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Ebenso sollte die Förderung der Kinder so gestaltet sein, dass sie für die Eltern keine übermässige Belastung darstellt, weder finanziell noch organisatorisch.“

Leonardo Genoni, Verwaltungsrat

„Es ist ein Wunsch von allen, den jungen Nachwuchsspielerinnen und -spielern die Möglichkeit zu geben, sich mit den Besten zu messen. Daher wagen wir den Schritt nach vorne und freuen uns, künftig auf der U14-Stufe ein Elit Team zu stellen. Dies ist ein logischer Schritt, um das Eishockey in Chur, aber auch in Graubünden, zu verbessern und den jungen Sportlern die bestmögliche Ausbildung zu bieten.“

 

Der Verein sieht in der neuen Struktur eine Investition in die Zukunft und bedankt sich bei allen Beteiligten – insbesondere den Trainern, Eltern und Unterstützern – für ihre wertvolle Mitarbeit und ihr Engagement. Für weitere Informationen und Auskünfte steht unser Ausbildungschef Matthias Rehmann gerne per Mail unter ausbildungschef@ehc-chur.ch zur Verfügung.

Strukturanpassung ab Saison 2025/26

Im Zeichen der Zukunft nimmt Swiss Ice Hockey eine Strukturanpassung vor. Welche Fehler eine Analyse ergeben hat und wie man sie in Zukunft beheben will, erklärt Swiss Ice Hockey in folgender Medienmitteilung:

Seit rund 20 Jahren wird im Schweizer Eishockeynachwuchs in der bestehenden Altersstruktur (U9 bis U20) ausgebildet. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich das Eishockey jedoch stark weiterentwickelt. Durch die zunehmende Professionalisierung steigen die Ansprüche im sportlichen Bereich kontinuierlich. Auch strukturell hat die Eishockeylandschaft in der Schweiz einige Änderungen vom Spitzensport, über den Leistungssport bis hin zum Breitensport erfahren.

Zu früh, zu schmal und spätere Einstiegschancen

Eine objektive und umfassende Strukturanalyse in der Saison 2022/2023 zeigte zwar positive Trends, aber auch einige wesentliche Systemschwächen. Es wurden unter anderem die Lizenzierungen, Dropouts, Alters- und Ligastrukturen, Auswahlgefässe, Einstiegsalter und Eiszeiten in den Aktivligen, Ausbildungsinhalte oder Karriereentwicklungen bis in die NHL untersucht. Im grossen Bild zeigten sich auf der einen Seite zu frühe und fehleranfällige Selektionszeitpunkte und auf der anderen Seite immer später werdende Einstiegs-möglichkeiten ins professionelle und semiprofessionelle Eishockey. Analysen der Lizenzentwicklungen zeigten auch ein Optimierungs- und Wachstumspotenzial für den Breitensport. Um diese Schwächen zu adressieren und unsere Position im internationalen Vergleich zu stärken, wurde die Nachwuchsstrategie in enger Zusammenarbeit mit den Clubs überarbeitet.

Impact +1: Mehr als nur eine Strukturanpassung

Bereits seit der Saison 2022/2023 eingeführte Massnahmen, wie beispielsweise flexiblere Stufenübergänge, zeigten sichtbar positive Tendenzen. In den Lizenzierungen von der U9 bis zur U20 konnte Swiss Ice Hockey in der Saison 2023/2024 sowohl bei den Jungs wie auch bei den Mädchen mehrjährige Höchststände verzeichnen. Neben der Strukturanpassung, welche das Grundgerüst definiert und im Grundsatz um ein Jahr angehoben wird, wurden von der Hockeyschule bis in den professionellen Bereich verschiedene Zusatzmassnahmen definiert. Diese sollen die Qualität in der Ausbildung weiter steigern und einige wurden bereits erfolgreich eingeführt. Clubbetreuungen durch regionale Instruktoren im Kindereishockey, neue Lehrmittel in der Trainerausbildung, die «Hockey is more» Rekrutierungs- und Imagekampagne, spezifische Fördergefässe für Mädchen, Coach-Mentoring-Programme oder erweiterte internationale Agreements und eine weitere Professionalisierung der Junior National Teams sind nur ein Teil davon.

Eine gemeinsame Chance für den Breiten- und Spitzensport

Dank «Impact +1» eröffnen sich den Kindern bis zur U12 längere und flexiblere Einstiegsmöglichkeiten ins Eishockey. Mit 36 U14-Elit-Teams und 24 U16-Elit-Teams gestaltet Swiss Ice Hockey die Talentförderung ein Jahr länger, breiter und regionaler. Durch flexible Stufenübergänge und der Berücksichtigung des Entwicklungsstandes soll die Individualität und das Potenzial besser gefördert werden. Am oberen Ende der heutigen Nachwuchsstruktur, der heutigen U17 und U20 mit limitierten Ausnahmen (Overageregelungen), entstehen neu eine U18 und eine U21. Dies soll einen fliessenden Übergang in die Aktivligen auf allen Niveaus sicherstellen. Die regionalen Kooperationen und das Ausbildungskonzept FTEM nach Swiss Olympic werden weiter gestärkt.

Von dieser Anpassung erhofft sich Swiss Ice Hockey den Breiten-, Leistungs- und Spitzensport nachhaltig zu stärken. Die Anpassung folgt auf die Saison 2025/2026.

«Wir freuen uns sehr, dass «Impact +1» in sämtlichen drei Regionen angenommen wurde und danken allen Clubs für die gemeinsame und konstruktive Erarbeitung. Dies ist ein grosser und wichtiger Schritt in der Revision der Nachwuchsstrategie als Fundament des Schweizer Eishockeys», sagt Lars Weibel, Director Sport der Swiss Ice Hockey Federation.

Swiss Ice Hockey, 05.06.2024